Autofahren in Amerika

Go West: Christian Sova debütiert mit einem atemberaubend amerikanischen Roman über Liebe, Leidenschaft und Kino.

Extra | Martin Amanshauser | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Ich soll Ihnen etwas über Stapelton, Massachusetts erzählen? Nun, es gibt nicht viel, was ich Ihnen erzählen könnte." Der 29-jährige Wiener Christian Sova stürzt sich mit einem Kopfsprung in seinen bei Reclam Leipzig im Paperback erschienenen Erstling "Stapelton, Massachusetts". Herausgekommen ist eine überwältigende Geschichte, mit einem Plot, wie er in dieser Eindringlichkeit und Rasanz wohl selten erzählt worden ist.

Das raffinierte Spiel mit Dualitäten und Versatzstücken eines äußerst kargen und inzwischen versunkenen Amerika findet in den Tagen, Monaten und Jahren rund um jenen 22. November 1963 statt, an dem Kennedy in Dallas ermordet wurde. Es beginnt in einer verregneten Kleinstadt am Atlantik. Die Nachbarn Mr. Samson und Mr. Tompkins (Letzterer Besitzer des regionalen Stapelton-Star-Kinos) tuckern täglich bourbongetränkt mit dem Boot die Klippen entlang - "Die Wellen brechen dort hoch und gefährlich gegen die Felsen. Jedes Kind wusste das, aber zwei betrunkene Männer


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