Die Asche meines Vaters

Familiensaga I: Glück und Unglück einer Familie: Joe Fiorito erzählt die Geschichte seines Vaters und einige hübsche Anekdoten.

Extra | Wolfgang Paterno | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Dem Roman "Die Stimmen meines Vaters" ist ein Zitat von Joseph Brodsky vorangestellt: "Je mehr man sich erinnert, desto näher ist man vielleicht dem Sterben." Beides, das Erinnern wie das Sterben, kommt in Joe Fioritos Roman ausgiebig zur Sprache, schon nach einigen Seiten erhält der Icherzähler Joe einen Anruf seiner Mutter, in dem sie ihm mitteilt, dass sein Vater im Sterben liegt. Der Sohn hält Wache am Krankenhausbett, mit einem Gefühl, als ob er das "Halbdunkel erinnerter Tode" beträte. Der Rest des Romans, unterteilt in einundzwanzig Nächte, dreht sich um den langsamen Tod des Vaters. Und um dessen Erinnerungen.

Lawrence Fiorito, kurz Dusty, ist eine rechte Schnapsdrossel, arbeitet bei der Post, spielt in seiner Freizeit Posaune, und wenn er völlig illuminiert ist, stimmt er gerne "Georgia" an: "Just an old sweet song keeps Georgia on my mind." Er zeugt einige Kinder und "mit seiner Posaune und seinem Schwanz verdiente er sich seine Sporen". Der Einwanderer aus dem kleinen


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