Apocalypse wow!

Ein Heldenleben: Roddy Doyles historischer Roman "Henry der Held" schildert das Schicksal eines IRA-Kämpfers und die Geburtswehen der irischen Republik.

Erwin Quirchmair | Extra | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Heaven - I'm in heaven - and my heart beats so that I can hardly speak ..." Zeilen aus dem Song "Cheek to Cheek" von Irving Berlin als Leitmotiv auf der ersten Seite. Ironie? Wahrscheinlich, immerhin handelt Roddy Doyles neues Buch vor allem von Mord und Totschlag. Und von einem bedeutenden, wenngleich tragischen Moment in der Geschichte Irlands - dem Aufstand gegen das britische Empire, Ostern 1916.

Bis dato spielten Doyles Bücher stets in der Gegenwart. Im Dubliner Arbeitermilieu. Die "Barrytown-Trilogie" ("The Commitments", "The Snapper", "The Van") wurde von Alan Parker respektive Stephen Frears verfilmt, für "Paddy Clark Ha Ha Ha" erhielt Doyle 1993 den Booker Prize und trat zuletzt als Mitautor von Dermot Bolgers populärer Anthologie "Finbars Hotel" (Falter 26/99) in Erscheinung. Jetzt also der historische Roman "Henry der Held", laut New York Times "Doyles größtes, wichtigstes Buch".

Erzählt wird das Schicksal von Henry Smart, einem Paddy von echtem Schrot und Korn; 1901 hineingeboren

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