Rausch im Blätterwald

Drogen: Bis vor kurzem war allgemein zugängliches Wissen über halluzinogene Pflanzenwirkstoffe Mangelware. Zwei unterschiedliche Kompendien schaffen dem nun Abhilfe.

Extra | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Bei den meisten von uns bringt es die Pubertät mit sich, die eigene Empfindsamkeit zu entdecken - und die Möglichkeiten, diese aktiv zu beeinflussen. Die Sensation nach dem ersten Zigarettenkonsum und Alkoholrausch liegt dabei zwar mehr aufseiten der Übelkeit als der Euphorie, was aber die wenigsten daran hindert, Gerüchte über Stoffe auszutauschen, die noch aufregendere Erfahrungen versprechen. Dabei kann man sich entweder im wohlsortierten Pharmaschränkchen der Eltern bedienen oder Pflanzen mit entsprechender psychoaktiver Wirkung ausfindig machen.

Ersteres hat zumindest den Vorteil, dass ein Beipacktext über die Wirkungen aufklärt. Über Zubereitung, Dosierung und angemessene Verwendung gerauchter, gegessener oder als Aufguss getrunkener Pflanzenteile waren lange Zeit so gut wie keine kompetenten Informationen verfügbar. Pseudoethnologische Literatur wie Carlos Castanedas Erzählungen über die kultischen Drogenrituale des fiktiven Schamanen Don Juan wurden für bare Münze genommen,


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