Was kostet die Welt?

Biodiversität: Artenschutz ist nicht mehr die Aufgabe eines moralisch argumentierenden Gutmenschentums, sondern er muss sich rechnen, sagen die Autoren von "Life Counts".

Extra | Tina Thiel | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Die Ausrottung von Arten ist kein Phänomen des 20. Jahrhunderts - wohl aber das Engagement von Umweltschützern, ihm entgegenzusteuern. Hierzu bedienen sie sich einer langen Tradition des Sammelns von Daten über die Natur. "Zählen und Erforschen" heißt daher das erste und längste Kapitel von "Life Counts", das von der "Historia Naturalis" des Römers Plinius bis hin zur minutiösen Naturerforschung des Carl von Linne im 18. Jahrhundert reicht, auf den noch unsere heutige Klassifizierung der Lebewesen zurückgeht.

Beschrieben heißt aber noch lange nicht gezählt. Die bestandsmäßige Erfassung der Arten erfordert gefinkelte Methoden. Der Zoodirektor und Fernsehstar Bernhard Grzimek zum Beispiel erfand Ende der Fünfzigerjahre die noch heute praktizierte Zählung von Tierbeständen vom Flugzeug aus. Hoch- und Wahrscheinlichkeitsrechnung haben auch bei der Zählung der 3.172.864.740.000 Bienen auf Erden eine Rolle gespielt, ebenso bei der kürzlichen Verkündung des sechsmilliardsten


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