"Nachweislich dummes Zeug"

Ökonomie: Der renommierte US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman nimmt es in seinem neuen Buch mit der "Schmalspur-Ökonomie" einflussreicher Wirtschaftsgurus auf und stellt ihre 27 populärsten Irrtümer bloß.

Extra | Stephan Schulmeister | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Sehr viel stärker als in Europa greifen in den USA angesehene Wirtschaftswissenschaftler durch Artikel in Tageszeitungen und Magazinen in wirtschaftspolitische Auseinandersetzungen ein. Die wichtigsten Exponenten der Tradition, die praktische Relevanz von Theorien einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen, waren in den Sechziger- und Siebzigerjahren Paul A. Samuelson als Vertreter eines "gemäßigten" Keynesianismus und sein monetaristischer Gegenspieler Milton Friedman. In den Neunzigerjahren haben sich insbesondere drei US-Ökonomen profiliert: Rudi Dornbusch, Jeffrey Sachs und Paul Krugman.

Gemessen an der Zahl der wissenschaftlichen und "populären" Publikationen ist Paul Krugman vom M.I.T. der wohl erfolgreichste "Brückenbauer" zwischen Theorie und Praxis, nicht zuletzt auch deshalb, weil er seine populärwissenschaftlichen Artikel regelmäßig in Büchern zusammenfasst. Sein vorletztes Buch dieser Art erschien in den USA 1998, liegt nunmehr in deutscher Übersetzung unter

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