Geistige Verwirrtheit

Psychologie: Die Erforschung der menschlichen Psyche ist unheilbar in verschiedene Schulen zersplittert. John Horgan unterzieht all diese Ansätze - von der Psychoanalyse bis zur Cognitive Science nun einem kritischen Vergleich.

Extra | Johann Kneihs | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Ein glitschiges, schlüpfriges Luder ist dieser menschliche Geist. Er dreht und wendet sich und entgleitet jenen Kohorten von Wissenschaftlern, die sich seit Jahrzehnten - genau genommen schon seit der Antike - vergebens bemühen, ihn zu fassen zu kriegen. Gerade diese Widerspenstigkeit hat nun die Neugier des US-amerikanischen Wissenschaftsjournalisten John Horgan erregt.

Erst vor ein paar Jahren hatte dieser in seinem preisgekrönten Buch "Die Grenzen des Wissens", entgegen aller Wissenschaftseuphorie, die voraussichtlichen Endpunkte in der Entwicklung der Naturwissenschaften skizziert. Daran knüpft nun "Der menschliche Geist" an, konzentriert auf jenes Thema seines letzten Buchs, das Horgan am meisten faszinierte: den Geist oder - wahlweise für das englische "mind" einzusetzen - das Gehirn, die Psyche.

"So narzisstisch, wie wir nun einmal sind, gibt es kein Thema, das uns mehr interessierte als wir selbst", schreibt Horgan und stellt klar, dass unser Selbstverständnis auch enorme soziale


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