Medialität der Erkenntnis

Medientheorie: Wie schafft man es, die ganze Welt medienwissenschaftlich zu erklären? Frank Hartmann versuchte es mit einem rekonstruktiven Streifzug durch die Philosophie der Neuzeit.

Extra | Fritz Betz | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Wo ein Medium, da Kultur. Oder umgekehrt. Wird über beide zusammen nachgedacht, ist eine Medientheorie nicht weit. Mit deren Produkten scheint es sich ähnlich zu verhalten wie mit den Soft- und Hardware-Aktien auf den Hightech-Börsen. Sie boomten in den letzten Jahren und waren dabei von skeptischen Fragen nach ihrem tatsächlichem Wert und nach einem Ende der Hausse begleitet.

Gleichzeitig erkämpft und befestigt Medienwissenschaft sich gerade einen eigenen Platz als akademisches Fach, und das bedeutet eine Periode verstärkter Kanonisierung in der Absicherung von Kategorien und "Schulen". Beide der hier vorgestellten Bücher, Frank Hartmanns "Medienphilosophie" und das "Kursbuch Medienkultur" (siehe Kasten), sind mit dem Abstecken eines noch unsicheren Terrains beschäftigt. Und beide distanzieren sich wohltuend von der beständigen Ausrufung von Neuheit, von der ihr Gegenstand, eben die "neuen Medien", begleitet ist.

Das programmatische Projekt "Medienphilosophie", zu dem Frank Hartmann


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