Medientheorie: Best-of-Kompilation

Extra | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Während sich Frank Hartmanns Einführung noch ausdrücklich an die Philosophie als traditionelle Disziplin anlehnt, ist das Feld des "Kursbuchs Medienkultur" aus Weimar zumindest thematisch weiter gesteckt: Über 40 Kurztexte unterschiedlicher Autoren - die mittlerweile zu Klassikern einer kulturwissenschaftlich fundierten Medientheorie gezählt werden - finden sich, jeweils mit Einleitungen der Herausgeber versehen, in acht thematische Blöcke gegliedert. Flächendeckend werden Terrains wie Massenkommunikation, Medienpsychologie, Kybernetik oder Wissensorganisation durch diese Kurzbeiträge umrissen.

Etwas geschraubt versuchen die Weimarer in ihrem Vorwort Kriterien für eine Gemeinsamkeit der ausgewählten Texte zu benennen, während die Sammlung ihren Charme gerade durch die in der Selektion unumgängliche Willkür erhält. Dennoch: keine Auswahl ohne Tendenz. Bleiben in der "Medienphilosophie" die Psychoanalyse, die Diskursanalyse und der Poststrukturalismus französischer Provenienz

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