Sand in der Kiste

Seinesgleichen geschieht: Österreich-Gespräch: Ein Land sprach mit sich über sich und blieb dabei einigermaßen unter sich.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Österreich-Gespräch. Stumm steht man noch eine Woche nach dem Unfassbaren vor dieser Schöpfung. Österreich-Gespräch. 1,4 Millionen haben zugesehen, obwohl im anderen Programm eine Übertragung aus der Champions-League lief. Ja, das Gespräch. Der Anfang des Denkens, der Zivilisation, der Philosophie und der Demokratie. Ja, Österreich: Das schöne, das geschichtsbeladene, das unschuldige Land. Und dann das. Österreich sprach mit sich. Ein Selbstgespräch zu hundert?

Eine fantastische Inszenierung inszenatorischer Cleverness. Altfüchsisch eingefädelt vom Oberchampion der medialen Verhältnisse, vom ORF-Generalintendanten Gerhard Weis, der den General in seinem Titel durch strategische Raffinesse rechtfertigte: So viel Sand in der Kiste war noch nie! So viel Sand, den man einander in die Augen streute, bis sich die Spuren verloren, das Sandmännchen kam und alles am Sand war.

Dann trumpfte ein bis dato schweigsamer Germanist auf und brachte Medienkritik ins Spiel. Medienkritik in den


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