Zuckerbrot oder Peitsche?/NS-Entschädigungen: Wie alles begann

Politik | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Manchmal ändert sich der Lauf der Geschichte bei einem Mittagessen. So geschehen am 7. Dezember 1995 im Dining Room des US-Senats, als World-Jewish-Congress-(WJC)-Präsident Edgar Bronfman und WJC-Generalsekretär Israel Singer mit dem US-Senator Alfonse D'Amato speisten. Bronfman und Singer schilderten D'Amato, dass die Schweizer Bankdirektoren sich ihrer Ansicht nach nicht sehr bemühten, genaue Nachforschungen über die anonymen Konten von NS-Opfern zu betreiben. Seit Jahrzehnten beklagten Angehörige von Holocaust-Opfern, dass die Schweizer Banken ihnen den Zugriff auf das Vermögen ihrer toten Verwandten verwehrten. D'Amato sagte als Vorsitzender des Bankenausschusses im US-Senat zu, Hearings zu den Versäumnissen der Schweizer Banken einzuberufen. Parallel dazu fütterten Singer und WJC-Geschäftsführer Elan Steinberg die Journalisten von der New York Times bis zur Londoner Times mit Dokumenten über die Aktionen der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Die Kombination aus Hearings


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