Die Philosophie der Vase

Tanz: Der russische Performer Oleg Soulimenko ist derzeit einer der aktivsten Körper und kreativsten Köpfe der Wiener Performance-Szene.

Helmut Ploebst | Kultur | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Tanz ist die Kunst der Ausweitung des Denkens vom Gehirn auf den ganzen Körper. Das heißt, das gesamte Wahrnehmungs- und Ausdruckssystem des Menschen wird trainiert, sich reflexiv und produktiv zu verhalten.

Der Moskauer Tanzperformer Oleg Soulimenko gehört zu den wenigen, die dieses gesamtkörperliche Denken weiterentwickeln. Das verlangt ein Maximum an Offenheit und Forscherdrang. Eines der Ergebnisse seiner Arbeit ist nun im dietheater Künstlerhaus zu sehen: "Vase", ein Stück, das Soulimenko zusammen mit dem russischen Schauspieler und Tanzperformer Dmitri Samsankov entwickelt hat.

Hier wird der Blumenbehälter zum philosophischen Objekt, "als Kompositionsrhythmus und organisierter Raum". In seinem Duett, sagt Soulimenko, gehe es darum, "das Theater und die ihm eigenen Elemente etwas aus der Theaterstimmung zu verschieben". Eine dritte Person, die Philosophin Katherina Zakravsky, sitzt auf der Bühne und beobachtet die beiden Tänzer. Sie ist zugleich Akteurin und Publikum. Wird sie

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