Spielplan

Kultur | Petra Rathmanner | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Hans Gratzer plant für seine vermutlich letzte Spielzeit am Schauspielhaus einen Neubeginn mit Musik; das Soloprogramm "A Voice and A Piano" ist der Auftakt. Atemlos - "Hello, I'm Helen" - hastet Helen Schneider auf die mit Klappstühlen vollgestopfte Bühne. Nichts funktioniert, das Mikro nicht, das Klavier nicht - und obendrein hat Helen Durst. Im ersten Teil erleben wir Schneider ganz privat, sie lässt ihre Erinnerungen Revue passieren und erzählt von ihrem Aufstieg und Fall als Rock-'n'-Roll-Gypsie: "Ob ich Lampenfieber habe? Es gibt Leute, die springen von Brücken. Ich singe." Quer durch den Evergreen-Gemüsegarten - von Bob Dylan über Willie Dixon zu George Gershwin - singt sie gewissermaßen von Kraut und Rüben. Dabei beweist sie durchaus Showtalent und füllt den Bühnenraum mit ihrer Lebendigkeit. Im zweiten Teil ist Schneider ganz Stimme und erreicht mit Liedern von Brecht/Weill den Höhepunkt des Abends; mit Andrew Lloyd Webber und den Hits aus"Evita" weht dann so etwas

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