Ins Kino, zur Arbeit

Film: Die Filmschau "Schöne neue Arbeit" bietet umfangreiches und rares Anschauungsmaterial zum Verhältnis des Kinos zu einer wesentlichen Sphäre menschlichen Daseins.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Die Fabrik: große Hallen mitten im Grünen. Und ein dumpfes Dröhnen in der Luft, das aus den Hallen wie eine Vorahnung heraufzieht. Drinnen dann langsame Fahrten, von Markierungsstreifen geleitet, im Windschatten der Gabelstapler. Maschinen. Arbeiter in blauen Mänteln und viele Handgriffe, die einem großen, fein berechneten Rhythmus folgen, den einer stört, wenn er kurz außer Tritt gerät.

"Misstrauen Sie einem unbekannten Mechanismus" steht auf einem Plakat an der Tür der Werkshalle. Eine Maus und ein Stück Käse in einer Mausefalle sind darauf abgebildet. Der Held, der die Tür von außen öffnet, kann das Plakat nicht sehen. Aber es ergibt ganz beiläufig ein stimmiges Motiv für die Geschichte: "Ressources humaines" ("Der Jobkiller", 1999) erzählt, wie der angehende Betriebswirt Frank, die Pluspunkte für seinen Lebenslauf greifbar vor Augen, sich als Praktikant der Geschäftsleitung mit den besten Absichten auf ein Machtspiel einlässt. In einem kleinen Fertigungsbetrieb, Teil

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