Hörgänge 2000: Die besten Konzerte, die längsten Nächte

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Der Trick war die Einbindung in das gleichzeitig laufende, traditionelle "Frühlingsfestival". Mit den dadurch gewonnenen zusätzlichen Subventionen schaffte es das Konzerthaus, die Hörgänge 2000 so umfangreich wie noch nie zu gestalten: An 19 Tagen wird in 21 Konzerten ein breiter Überblick über das aktuelle "Komponieren in Österreich" (Untertitel) mit Klassikern der Moderne, zahlreichen Erst- und 31 Uraufführungen geboten.

Die Programmierung durch den scheidenden Konzerthaus-Dramaturgen Rainer Lepuschitz war noch selten so interessant wie heuer. Der latente thematische Schwerpunkt ist mit Friedrich Cerha einem der bedeutendsten österreichischen Komponisten des 20. Jahrhunderts gewidmet: mit Cerha-Werken aus den letzten 50 Jahren - darunter vier seiner "Spiegel", jene schillernden Klangflächenkompositionen, die für das Festivalmotto Pate standen - und mit Musik von Karlheinz Essl, Christian Ofenbauer, Christoph Cech u.a., die Cerhas großen Einfluss auf jüngere österreichische

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