"Als ob ich explodiere"

Insomnie: Jeder Tag wird für sie zum Kampf gegen die Erschöpfung: 25 Prozent der Österreicher leiden an Schlastörungen. Jahrelang kämpfen sie gegen ein Leiden, das mit zwei Nächten im Schlaflabor beendet werden könnte.

Julia Ortner | Stadtleben | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Grünes Resopal, Neonlicht, karges Mobiliar. Einladend wirkt es nicht gerade, das Schlaflabor im Keller des Allgemeinen Krankenhauses. Heute wird kein Patient zum Übernachten erwartet. Es ist still in den dunklen Gängen auf der Ebene 3. Am Gang steht ein älterer Mann, sein Kopf ist mit bunten Kabeln und Elektroden übersät. "Ich schau zwar ein bissl aus wie ein Marsmensch", grinst er unter den Kabeln heraus, "aber ich bin nur Proband für eine klinische Studie." Der Pensionist wartet, dass er endlich ans EEG angeschlossen wird. "So werden die Hirnströme gemessen", erklärt er fachkundig. Da kommt plötzlich Bewegung in das verschlafene Labor: Bernd Saletu, Schlafforscher an der Universitätsklinik für Psychiatrie, betritt hektisch das Labor.

Er ist nicht allein. In seinem Gefolge ein Kamerateam eines regionalen TV-Senders, dem er etwas über das AKH-Schlaflabor erzählen soll. Wieder einmal. Interviewtermine sind für den Herrn Professor mittlerweile etwas Alltägliches. "Schlafstörungen

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