Sideorders: Gürtelbögen

Stadtleben | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

Ehrlich gestanden hätten wir uns das Erblühen der Lokalszene unter der Stadtbahn schon etwas dynamischer vorgestellt, aber bitte. Eine Handvoll empfehlenswerter Adressen gibt es bereits, die beweisen, dass der Gürtel als Lebensraum keineswegs abzuschreiben ist, die Zahl der Grindhütten und Puffs ist freilich noch bedeutend größer. Noch dieser Sommer wird uns einige neue Projekte bescheren, heißt es seitens der Stadt. Was es bereits an Gutem gibt, ist Folgendes: Halbestadt, 9., Stadtbahnbogen 155 (Höhe Pulverturmg.), Tel. 319 47 35, bar@halbestadt.at, www.halbestadt.at, tägl 18-4 Uhr.

Äußerst aparte Raumwunder-Bar mit ineinander verschachtelten Klos, etwas schmalen Sitzgelegenheiten und dafür einem sensationellen Cocktailangebot. Sieht schon beim Vorbeifahren toll aus, hält das Versprechen auch nach der Landung.

Rhiz, 8., Lerchenfelder Gürtel, Bogen 37-38, Tel. 409 25 05, Mi-Mo 11-4, Di 18-4 Uhr, www.rhiz.at.

Zum Szene-Klassiker geworden, modernes Design auch hier absolut sehenswert (Ziel: Multifunktionalität im Spannungsbereich Veranstaltungslokal / Bar / wenig Platz), als wesentlicher wahrgenommen werden aber die Musik, das Bier und der Schanigarten.

B 72, 8., Hernalser Gürtel, Bogen 72, Tel. 409 21 28, tägl. 18-4 Uhr.

Musik und Lokal auch hier, allerdings auf zwei Ebenen und nicht so sehr im Techno-Design wie beim rhiz, sondern eher mit diesem guten alten U4-Flair versehen.

Chelsea, 8., Lerchenfelder Gürtel, Bogen 29-31, Tel. 407 93 09, tägl. 18-4 Uhr.

Gestaltungsmäßig eher der Sonderfall, das Kanalgitter gibt den Ton an. Keinerlei natürlicher Lichteinfall, dafür umso mehr Musik, Bier bestreitet den kulinarischen Part.


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