An der Front

Basisarbeit: Die Mitarbeiter der Integrationsfonds-Außenstelle Leopoldstadt wollen mit einem Pilotprojekt den Zugang zum Gemeindebau finden: Hausbesorger werden zu Integrationsarbeitern ausgebildet.

Julia Ortner | Stadtleben | aus FALTER 12/00 vom 22.03.2000

In Wien geht die Angst um. "Bin ich hier nicht mehr erwünscht, weil ich Ausländer bin?" Diese Frage wird den Mitarbeitern der Leopoldstädter Außenstelle des Wiener Integrationsfonds (WIF) häufig gestellt, seitdem die FPÖ in der Regierung sitzt. "Viele Migranten haben etwa große Sorgen, ob sie künftig eine Staatsbürgerschaft bekommen werden", erzählt Außenstellenmitarbeiter Manfred Fraunlob. "Aber auch Zuwanderer, die schon Österreicher sind, haben Angst."

Mit Ängsten und Problemen der Migranten in Wien werden die WIF-Mitarbeiter der sieben Außenstellen in den Bezirken täglich konfrontiert: Während der Fonds auf kommunalpolitischer Ebene immer wieder für Diskussionen sorgt - so haben sich Grüne und Liberale aus Protest gegen die Politik des Fonds aus dem WIF-Kuratorium zurückgezogen -, bleibt die Arbeit der Außenstellen im Hintergrund. Hier werden Migranten in Rechtsfragen beraten, Konflikte zwischen In- und Ausländern geschlichtet und Pilotprojekte für ein besseres

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