Erster April! Erster April!

Forschung: In Sachen Wissenschaftspolitik hat die neue Bundesregierung einen Fehlstart hingelegt: Die Kompetenzen sind noch zersplitterter, und es gibt noch weniger Geld als bisher.

Klaus Taschwer | Vorwort | aus FALTER 13/00 vom 29.03.2000

Der befürchtete Boykott der österreichischen Wissenschaft im Ausland, so scheint es, ist fürs Erste einmal abgewendet. Die gut gemeinte Empörung von Forschern in aller Welt anlässlich der FPÖ-Regierungsbeteiligung hat sich wieder weitgehend gelegt, zumal klar wurde, dass mit etwaigen Boykottmaßnahmen nicht die Regierung, sondern die Falschen - nämlich die Kollegenschaft in Österreich - getroffen würden.

Hat sich die internationale Lage für die österreichische Wissenschaft bis auf einige Ausnahmen normalisiert, drohen ihr immer noch empfindliche Rückschläge. Und zwar durch die neue Regierung selbst. Denn deren forschungs- und technologiepolitische Kompetenzverteilung und die für dieses Jahr abgesegneten Einsparungen bei der Grundlagenforschung lassen keinen Zweifel offen, dass zumindest das Jahr 2000 ein verlorenes Jahr für die Zukunft des Landes sein wird.

Blicken wir zurück: Die österreichische Wissenschaftspolitik der vergangenen Jahre bestand vor allem aus vollmundigen

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