Dolm der Woche: Karl Schnell

Politik | aus FALTER 13/00 vom 29.03.2000

"Guten Morgen, liebe Schüler!Bitte teilt diese Glasröhrchen aus. Und nicht schummeln! Jeder pinkelt in seine eigene Eprouvette!" Die entscheidende Frage, sagt Karl Schnell, Parteichef der Salzburger FPÖ, lautet: "Wie können wir Jugendlichen helfen?" Am besten, so glaubt Schnell, mit "flächendeckenden Drogenscreenings von allen Staatsangehörigen, die mit Jugendlichen zu tun haben", und "natürlich denSchülern selbst". Konkret sollen bei Jugendlichen in der Oberstufe verpflichtende Harntests gemacht werden. Natürlich nicht um zu kriminalisieren, sondern umzu helfen. Natürlich ist alles auch sehr vertraulich. Vielleicht sollte Schnell einmal ein wenig in der Menschenrechtskonvention blättern. Vom Recht auf Privatleben ist da die Rede. Vielleicht sollte man mit dem Test aber auch woanders beginnen: In Bierzelten und an Stammtischen. Dort werden Drogen sogargetrunken. Vor den Kindern!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige