Mediensplitter

Medien | aus FALTER 13/00 vom 29.03.2000

Anschlag Als Anschlag auf Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt wertete Max Dasch, Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), die von der Bundesregierung geplante Einstellung des Postzeitungsversandes. Wenn der begünstigte Postzeitungstarif wie vorgesehen liquidiert werde, stünden jene österreichischen Printmedien, die über keinen eigenen Zustellapparat verfügen, vor einem Problem. Überregionale Qualitätszeitungen ebenso wie kleinere Titel in allen Bundesländern könnten die Mehrbelastung für die Zustellung weder an den Konsumenten weiterreichen noch selbst verkraften. Die Konsequenz wäre eine Steigerung der Medienkonzentration und eine weitere Abnahme der Titelvielfalt in Österreich. In beiden Disziplinen liege unser Land bereits ohnehin weltweit an der Spitze. Kritisch denkende Zeitungsleser und damit die gesamte österreichische Öffentlichkeit wären betroffen, sagte Dasch.

Täglich kleines?

Letzte Woche hatte täglich Alles-Gründer und Eigentümer Kurt Falk angekündigt, er wolle seine Gründung verkaufen. Nun meldete sich Styria-Generaldirektor Horst Pirker und sagte, sein Konzern habe Interesse, mindestens 51 Prozent der Zeitung zu übernehmen. Zugleich versucht auch die täglich-Alles- Redaktion, einen Management-Buyout zu schaffen. Falkhatte angekündigt, der Redaktion die Zeitung zu überlassen.

Praktisch Allerdings nur für Opportunisten dürfte die Zugabe zum Magazin "State of the Art" sein, ein kleines Kärtchen zum Anclippen oder Anstecken, mit dem man sich, jeweils auf patriotischem Rot-Weiß-Rot, je nachdem, ob man dieVorder- oder die Rückseite zeigt, als In- oder Ausländer ausweisen kann. Das Heft selbst (Thema: id codes, S 22.-) ist zu beziehen bei state@utanet.at


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