Kommentar: Homos in der Regierung - na und?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 13/00 vom 29.03.2000

Immer dieser Herdieckerhoff: Seit vier Jahren veranstaltet der Deutsche mit dem Verein Ecce Homo nun das Festival "Wien ist andersrum", und es ist ihm bisher noch jedes Mal gelungen, damit auch außerhalb der schwulen Community für Aufsehen zu sorgen (was ja der Sinn der Sache ist).

Anstoß erregt weniger das Festival selbst als die Plakate, die dafür werben: In vergangenen Jahren wurden Ikonen wie Kaiserin Sisi oder Walzerkönig Strauß in die Nähe von Homosexualität gerückt oder die Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl in kompromittierende Fotos montiert. Heuer sind die Plakate ausgesprochen dezent gestaltet; der Aufmerksamkeitswert ist dennoch größer denn je. Schlichte Slogans wie "Wolfgang ist eine richtige Sau", "Benita liebt es steif", "Karl-Heinz ist eine Schlampe", vor allem aber "Jörg ist schwul" haben bei Presse und Politikern prompt Empörung ausgelöst.

Das Magazin Format berichtete süffisant darüber, dass die Republik 200.000 Schilling Steuergeld


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