Infiltriert die Love-Parade!

Demo-Kultur: Die Proteste gegen Schwarz-Blau haben eine neue Demo-Kultur hervorgebracht. Das Filmen mit Videokamera gehört dazu. Etabliert sich eine neue Gegenöffentlichkeit oder liefern die Mitschnitte bloß neues Material für gemütliche Abende mit Familienvideos? Ein Gespräch über Amateure und Alternativmedien, "Dogma" und Demokratie, Television und Taxifahrer.

Kultur | Matthias Dusini und Klaus Nüchtern | aus FALTER 13/00 vom 29.03.2000

High sein, frei sein, Kamera muss dabei sein! So könnte ein Motto der anhaltenden Demonstrationen und Wandertage gegen die schwarz-blaue Regierung lauten. Das Mitfilmen auf Video ist jedenfalls auffällig verbreitet. Ob es sich dabei um bloßes Hightech-Hobby, um alternative Formen von Journalismus oder um Kunst handelt, ist nicht immer zweifelsfrei auszumachen. Das Medium Video markiert in diesem Zusammenhang jedenfalls eine Schnittstelle, an der sich eine neue Form von Öffentlichkeit bilden könnte. Wie weit diese gediehen ist und was von ihr erwartet werden kann, darüber diskutierten auf Einladung des Falter: Elke Groen (Koordinatorin der Diagonale-Leiste "Die Kunst der Stunde ist Widerstand"), die Künstlerin Dorit Margreiter, der Filmregisseur Franz Novotny, der Film- und Medienwissenschaftler Vrääth Öhner und Thomas Prlic' vom Wiener Privatsender TIV.

Falter: Bei der Diagonale* wird eine eigene Schiene mit hauptsächlich von Amateuren gedrehten Demo-Videos gezeigt. Wie viel Material


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