Im bösen Serbien

Film: Goran Rebic'' Dokumentarfilm "The Punishment" handelt von der Ächtung Serbiens und deren Konsequenzen. Der "Falter" sprach mit dem Regisseur über den Film und die Parallelen zwischen Serbien und Österreich.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 13/00 vom 29.03.2000

Eine Autofahrt, entlang verlassener Häuser, die Mauern mit Zeichen und Spuren übersät: Man kann gesprayte Parolen lesen und zwischen den eindeutigen Graffiti Reste altehrwürdiger nationalstaatlicher Symbole erkennen. Es handelt sich um ehemalige Botschaftsgebäude, um die (symbolischen) Spuren einer "Internationalisierung" und deren vorläufiges Ende.

"The Punishment" heißt der neue Dokumentarfilm von Goran Rebic', mit dem vergangenen Montag, fast genau ein Jahr nach dem Beginn des Nato-Bombardements in Serbien, die "Diagonale" in Graz eröffnet wurde. Der Titel soll, so der Regisseur, das Moment der "kollektiven" Bestrafung betonen, den Zwang, "sich nie als Individuum fühlen zu dürfen, sondern immer als Teil eines Serbentums, einer bösen Maschinerie, die andere Völker und auch die Demokratie in Europa bedroht".

"Meine Nationalität hat nie meine Persönlichkeit besiegt", sagt einer der Protagonisten des Films, der als serbischer Flüchtling nach Belgrad zurückgekehrt ist und seine

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