Sideorders: Lei losn

Stadtleben | aus FALTER 13/00 vom 29.03.2000

Von einigen Umständen, die den Kärntnern nun einmal echt nicht zum Vorteil gereichen (Umgang mit Minderheiten, Villacher Fasching, GTI-Treffen, Armin Assinger, Lizzi Engstler, das Idiom und nicht zuletzt ihr Landeshauptmann), abgesehen, sollen Landschaft, Klima und eine äußerst entgegenkommende Kulinarik aber nicht ganz vergessen werden. Letzterer wird interessanterweise auch in Wien gefrönt, mit hin und wieder durchaus positivem Effekt: Bei Max, 1., Herreng. / Landhausg. 2, Tel. 533 73 59, Mo-Fr 11-23 Uhr.

Klassischer City-Kärntner im Gewande des konservativen Edelbeisls. Einerseits wird hier verfeinert bodenständig gekocht, andererseits der Kärntner Spezialität, und da speziell der Kirchtagssuppe und der Kasnudel, gehuldigt. Ein bisschen Bewegung in der Speisekarte täte dem Max allerdings mal ganz gut.

Bieradies, 1., Judenpl. 1, Tel. 535 66 11, Mo-Sa 11-2, So 17-2 Uhr.

In erster Linie Bier-, dann erst Kärntner Lokal. Gehört der Villacher Brauerei, die dieses Pub-Modell auf Franchise-Basis über ganz Mitteleuropa verteilen will. Die Speisekarte lässt eine Kärntner Herkunft höchstens erahnen, eindeutiger war da schon Jörg Haiders Bad in der Menge anlässlich der Eröffnung.

Zum Posthorn, 3., Posthorng. 6, Tel. 713 34 49, Mo-Fr 18-24 Uhr.

Mega-uriges Beisl mit der besten Kärnten-Karte diesseits der Koralpe. Maximilian Schmölzer zelebriert in seinem archaischen Beisl die karinthische Küche über Staatsgrenzen hinweg, auch Slowenisches und Friulanisches gibts immer wieder. Außerdem perfekt gezapftes Zipfer (man spricht von geheimen Spezialfässern).

Torberg, 8., Strozzig. 47, Tel. 402 29 18, tägl. 18-2 Uhr.

Zeitloses Studentenlokal mit regelmäßigem Auftreten von Kärntner Spezialitäten.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige