Kalter Schulterschluss

Seinesgleichen geschieht. Schon wieder auf dem falschen Auge blind: Nicht Österreich, der rechte Populismus stört die EU.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Österreich über alles, wenn es nur will! Ja, aber will es? Kaum begibt man sich übers Wochenende ins europäische Ausland, strahlt einen im Internet Kanzler Schüssel an. Fotografiert vor einer europäischen Fahne, versichert er, die Sanktionen der EU seien doch nur Theater ("Eiszeit nur gespielt"). Als nächstes poppt Andreas Khol mit der erneuten Forderung nach einem "nationalen Schulterschluss" auf.

Mit der Schulter wäre selbst Atlas vorsichtiger. Hat nicht nicht gerade Vitali "no balls" (wie ihn nun die Amerikaner nennen) Klitschko den WM-Titel im Schwergewichtsboxen wegen eines Muskelrisses in der Schulter verloren? Ich rufe den nationalen Schulterschließern zu: "Schluss mit dem Schulterschluss!" Schon blättere ich ein anderes Bild auf: La Benita bei der Exekution - nein, so weit ist es noch nicht - bei der Exekution ihres Dauerprogramms: Lächeln, lächeln, lächeln. Ich würde aber niemals so weit gehen, sie zum nationalen Mundschlusss aufzufordern! Vielleicht entpuppt sich

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