Dolm der Woche: A. Unterberger

Politik | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Dass es dem Herrn Chefredakteur der Presse missfällt, wenn seine Lieblingsregierung angepatzt wird, istmittlerweile bekannt. Nach "zwei Monaten des unterwürfigen Duckens" ist das Maß für Andreas Unterberger nun entgültig voll. Vergangenen Samstag erklärte er der schwarz-blauen Regierung,wie man jenen, die hierzulande den Boykott der EU-14 unterstützen, die Wadln virerichten könnte. Dass es "keinen Grund gibt", regt Unterberger an, "Kulturinitiativen das knappe Geld nachzutragen, die mit der ,Schweineregierung' nichts zu tun haben wollen". Und dass "es auch keine Ursache" gäbe, "einem Operndirektor Konzessionen zu machen, der das Landdenunziert". Mit Kommentaren wie diesen scheint Andreas Unterberger dem bürgerlichen Traditionsblatt die Presseförderung für Jahre gesichert zu haben: Besonders für jene Zeiten, in denen "in den Redaktionsstuben nicht mehr soviel gelogen werden soll".


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