"Falsche Richtung"

Polizei. Ein "Falter"-Bericht über vermummte Polizistenlöst bei amnesty international "große Besorgnis" und harte Kritik aus.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Normalerweise gibt sich amnesty international (ai) ja sehr diplomatisch. Jedes Jahr legt die international größte Menschenrechtsorganisation ein Schwarzbuch über Grundrechtsverletzungen vor und ersucht Österreich um rasche Aufklärung. Meistens verspricht der Innenminister dann medienwirksam "rasche Aufklärung". Doch wie ein Falter-Bericht vergangene Woche bewiesen hat, dürften sich die Beamten im Innenministerium nicht wirklich um die von amnesty aufgezeigten Fälle kümmern. Ausgerechnet jene Beamten, die im Verdacht stehen, eine chinesische Restaurantbesitzerin verprügelt und die Ehefrau eines Afrikaners bei einer Hausdurchsuchung schwer verletzt und rassistisch beschimpft zu haben, wurden in eine sensible Sondereinheit aufgenommen. Es waren jene Beamten, die sich bei der Opernballdemo vermummt unter Demonstranten gemischt hatten, um den "schwarzen Block" zu observieren. Die vom Falter aufgedeckten Zustände haben nun zu scharfer Kritik seitens aigeführt: "Es erweckt den Anschein,


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