Von Wien bis Pjöngjang

Diagonale. Die Diskussionen und Filme zur "Lage der Nation" hinterließen deutliche Spuren im diesjährigen Programm der Austrofilmschau.

Kultur | Christian Cargnelli | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Es ist kurz nach ein Uhr früh. Das Filmprogramm im zweiten Saal des Grazer Schubertkinos hat gerade sein Ende gefunden. Vor der Leinwand versammeln sich jene Filmemacher und -macherinnen, die es bestritten haben. Unter ihnen ein älterer Herr im hellgrauen Anzug, der so gar nicht zu den anderen, viel jüngeren passen will: Herr Henric F.J. Brabec d'Ipra erzählt, dass er 1948 zum Film gekommen sei, als Kameramann, Regisseur und Produzent gearbeitet habe undderzeit gerade eine filmische Einjahreschronik über den Stephansplatz fertig stelle. So verwundert es nicht, dass sich reichlich Material von Wahlkampfauftritten der FPÖ auch in seiner halbstündigen Dokumentation "Widerstand" findet, einer professionell gemachten, im guten Sinne routinierten, rhythmisch geschnittenen Momentaufnahme der Proteste gegen die schwarz-blaue Regierung.

Gezeigt wurde sie im Rahmen von "Die Kunst der Stunde ist Widerstand", der spontan eingerichteten Nachtleiste der Diagonale 2000. Mehr als acht Stunden aktuelles


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