Streifenweise

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Die Home Stories aus dem Hause Sixpack sind diesmal explizit der Homebase "Wien" gewidmet, und sie beginnen mit drei stummen Wien-Filmen der Gebrüder Lumiere. Natürlich haben die beiden Filmfabrikanten aus Lyon nicht persönlich die Erde bereist, um bewegte Postkarten und Kuriositäten zu verfertigen, vielmehr haben sie zahlreiche lokale Franchise-Nehmer und Kameraleute beschäftigt, welche vor Ort filmend tätig wurden: Der Produzent firmierte somit am Beginn der Kinogeschichte als "Autor" (und Rechtsinhaber), der Kameramann war zwar sein eigener Regisseur, als solcher jedoch hauptsächlich das ausführende Organ ferner Vorgaben. Trotzdem produzierten diese "Pioniere" vor über hundert Jahren durchaus auch ihre Eigenheiten. Wie etwa jener Schweizer Lizenzinhaber, der zugleich die Firma Sunlight vertrat und es schaffte, neben seiner statierenden Familie in unschuldigen kleinen Älpler-Szenen stets auch eine Seifenkiste prominent zu platzieren ... Aber wir schweifen ab.

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