Schlafes Bruder

Musiktheater. Vielleicht ist "F@lco - A Cyber Show" von Paulus Manker nach Joshua Sobol ja tatsächlich kein Musical. Aber was ist es dann?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Wenn man in einem Theaterfoyer Rudolf Dolezal, Arabella Kiesbauer, Michael Jeannee und Conny de Beauclair begegnet, weiß man, dass man es nicht mit einer einfachen Premiere, sondern mit einem "Event" zu tun hat. Die mit dem Event untrennbar verbundene PR-Maschinerie bringt mit sich, dass man vorher schon weiß, was einen erwartet. Es ist zum Beispiel gut zu wissen, dass es sich bei "F@lco - A Cyber Show" nicht um ein Musical handelt. Man könnte sonst einen ganz falschen Eindruck bekommen. Und hätte der Premierenbesucher nicht aufmerksam Zeitung gelesen oder - noch besser - selbst ein Interview mit dem Regisseur geführt, würde er vieles von dem, was sich da abspielt, womöglich gar nicht verstehen.

Von Joshua Sobols Skript, aus dem in Illustrierten schon vor Monaten "exklusiv" zitiert wurde, ist kaum etwas übrig geblieben. Dass sich der Musiker Hans Hölzel ein virtuelles Alter ego namens Falco erschaffen hat, kriegt man gerade noch mit; neben dem computergrafisch beeindruckenden Cyber-Falco


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