Spielplan

Kultur | Petra Rathmanner | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Und ewig lockt das Weib. Oder so ähnlich. Wir kennen die Geschichte: Ein frustrierter Mann, in diesem Fall ein König, der nichts vom Leben und noch weniger von den Frauen versteht, prallt mit seiner ganzen naiven Unerfahrenheit auf ein Weib, in diesem Fall die schöne Rahel, eine Jüdin. "Die Jüdin von Toledo" in der Gruppe 80 handelt davon, was passiert, wenn passiert, was nicht sein darf: Rahel wird mit dem Tod dafür bezahlen, dass König Alfonso seine Pflichten vernachlässigt und sich mit ihr auf dem - wie könnte es anders sein? - roten Lustbett tummelt, das überdies von einem Wassergraben umgeben ist. Mit Wasser lässt sich gut spielen, das erinnert auch an Thomas Langhoff, der seiner Rahel in Salzburg einst ein ganzes Schwimmbecken gab. Die Inszenierung stolpert über die zu simpel angelegten weiblichen Rollen: Rahel rennt auf der Bühne auf und ab wie ein aufgescheuchtes Reh, rauft sich dabei die Haare und gibt als Weibchen ein wenig überzeugendes Lauftraining. Ihre allzu


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