Was wird hier gespielt?

Theater. Darling, ich wär gern im Kino: "Klaras Verhältnisse" von Dea Loher wirft grundsätzliche Fragen auf.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Am Anfang explodiert ein Bügeleisen. Am Ende resigniert ein Mensch. Dazwischen geht "Klaras Verhältnisse", das neue Stück von Dea Loher, über die Bühne. Klara ist Anfang 30 und hat bis vor kurzem als Texterin von Gebrauchsanweisungen gearbeitet - obwohl Gebrauchsanweisungen in Wirklichkeit bekanntlich von schlecht ausgereiften Computerprogrammen aus dem Japanischen übersetzt werden, ist der bizarre Beruf der Protagonistin noch eine der witzigsten Ideen des Stückes.

Mit einigermaßen subversiv formulierten Texten ("Bügeln ist zeitraubend, nervtötend und ziemlich vergeblich") hat Klara ihre Entlassung provoziert. Von nun an ist sie auf der Suche nach einem neuen Job und - vor allem - nach sich selbst; sie findet aber nur Männer, die das Beste für sie - und vor allem von ihr - wollen. Wo man hinsieht, nichts als emotionales Elend: Die Schwester lebt mit einem Spießer zusammen, den sie nicht liebt (und der seinerseits ein Auge auf Klara geworfen hat). Klaras Freund Tomas hat ein


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige