Stadtrand: Einkaufshölle

Stadtleben | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Es liegt nicht nur daran, dass a) noch die Maronihütten herumstehen und b) bereits die Schanigärten sich ausgebreitet haben: Auf der Mariahilfer Straße wirds langsam eng. Vor allem an Samstagen ist die so genannte Einkaufsmeile die Hölle. Baustellenbedingt ist der Gehsteig mancherorts kaum breiter als ein Meter (wirklich!) und entsprechend staut es sich an diesen Nadelöhren. Stauen tut es sich auch auf der Straße, weil natürlich alle Autofahrer erstmal nach einem Parkplatz ausschaukreisen, bevor sie ins teure Parkhaus fahren (beziehungsweise überhaupt beim nächsten Mal den Wagen zu Hause stehen lassen und mit der U-Bahn kommen). Die Mariahilfer Straße samstags bedeutet: drängen, schieben und jede Menge Stress - nicht nur wenn man gerade auf die glorreiche Idee gekommen ist, ausgerechnet ein Bügelbrett zu kaufen. Gab es da nicht mal Überlegungen, an Samstagen die Straße für Autos zu sperren? Vor Weihnachten funktionierte das doch auch. Wer beim Shoppen unbedingt Gedränge haben will, kann schließlich auch in die SCS fahren - da gibts wenigstens keine stehenden, stinkenden Autokolonnen. Die Alternative: Volkstanz, Startpunkt Heldenplatz. Da darf man nämlich auf der Straße spazieren. Ohne Drängeln. Ohne Autos. Ohne Einkaufen. C.W.


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