Porträt: Der Peymann der Spaßkultur

Stadtleben | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Als Claus Peymann noch in Bochum Intendant war, studierte Jochen Herdieckerhoff dort gerade Theaterwissenschaft; die Parallelen zwischen den beiden "Piefkes" sind auch sonst nicht zu übersehen: Wie Peymann übersiedelte Herdieckerhoff nach Wien, wie Peymann will er für die Stadt nur das Beste, wie Peymann wird ihm das nicht gedankt.

Der in Langenfeld - in der Nähe von Köln - aufgewachsene Jochen Herdieckerhoff, 36, lebt und arbeitet seit mehr als fünf Jahren in Wien. Er gründete den Verein Ecce Homo, mit dem er unter anderem das erste Wien-Gastspiel des deutschen Theateranarchisten Christoph Schlingensief ("Begnadete Nazis") und die "Wiener Wochen des Schlechten Geschmack's" auf die Bühne stellte. Vor allem aber veranstaltet Ecce Homo seit 1996 alljährlich das Schwulenkulturfestival "Wien ist andersrum". Entgegen anders lautenden Gerüchten ist Herdieckerhoff selbst heterosexuell; sein Engagement begründet er hauptsächlich mit Interesse für die einschlägigen Künstler. "Ich fühle


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