Bauer, Brauer, Bräu

Neues Lokal. In Gumpendorfs Arik-Brauer-Haus befindet sich ein Lokal, das fürchterlich klingt, dann aber gar nicht fürchterlich ist.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Wenn ein Lokal ein-mal "Bauernbräu" heißt, stellts mir normalerweise eh schon die Haare auf. Man weiß ja, was dann kommt: Musikantenstadl-Rustikalität, vermischt mit ein bisschen Blut-und-Boden-Brauhausmentalität, getoppt von irgendwelchen angeblich essbaren Füchterlichkeiten, die zumeist mit miesem Käse überbacken sind und auch den roten Wurli mit Spitznamen benennen können. Nein danke, das hatten wir oft genug. Das lohnt die Mühe des Verreißens nicht.

Eines geplanten Verrisses würdig erwies sich jenes "Bauernbräu" in der Gumpendorfer Straße aber dennoch, da es sich immerhin im Arik-Brauer-Haus befindet, was ja zu besonderen Geschmacklosigkeiten der rufschädigenden Art Anlass hätte geben können. Von einer grundsätzlichen Fürchterlichkeit solcher Lederhosen-Etablissements einmal abgesehen, hielt sich der Schrecken aber in Grenzen. Im Gegenteil: Das Bauernbräu hat sogar seine Qualitäten. Zum Beispiel hält es sich mit Kitsch wacker zurück, in der so genannten "Bauernstub'n"


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