Die Visionäre

Bürgerbeteiligung. 50 Bürger haben sich im Rahmen des Stadterneuerungsprojekts Agenda 21 am Alsergrund für ihren Bezirk engagiert. Für die Stadtpolitiker ein Erfolg - obwohl die Mehrheit der Alsergrunder nicht viel mit der Agenda anfangen kann.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Pinkfarbene Schriftzüge am Trottoir. Eigenartige pinke Schilder an 30 wichtigen Plätzen im Bezirk. Und überall der Schriftzug "Agenda 21". Damit hat vor eineinhalb Jahren die Zukunft der Stadt am Alsergrund begonnen. Und sorgte prompt für Verwirrung und Irritation bei manchem Bürger. Hat das mit der EU-Agenda 2000 zu tun? Ist damit der Beginn des neuen Jahrtausends gemeint? Oder wollten da irgendwelche Aktionskünstler den Bezirk mit Geschmacklosigkeiten verschandeln?

Mittlerweile wissen die meisten, dass hinter dem Agenda-21-Schriftzug keine subversive Künstlervereinigung, sondern ein Pilotprojekt der Wiener Kommunalpolitik steht. Ziel dieses 1992 in Rio de Janeiro beschlossenen Stadtentwicklungsprogramms für das 21. Jahrhundert ist die enge Zusammenarbeit von Bezirksbewohnern, Verwaltung und Politikern: Daraus soll ein Plan für die künftige Stadtentwicklung entstehen. Das wichtigste Element der Agenda ist die aktive Beteiligung der Bürger an den Entscheidungen im Bezirk. Ein


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