Neues Leben

Beton raus. Boku-Studenten, Bauarbeiter und der Magistrat: Ein ungewöhnliches Team arbeitet stückweise daran, dass statt Beton neues Leben in Wiens Gewässer kommt.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Es ist kalt, nass und dreckig auf der Baustelle am Ufer der Liesing. Martin König steht vom Bauarbeiterhelm bis zu den Gummistiefeln komplett verdreckt mitten im knöcheltiefen Schlamm. Und freut sich. "Nicht immer auf der Uni zu hocken, sondern auch praktisch arbeiten zu können, ist eine wichtige Erfahrung", meint er und wischt sich über die schlammverschmierte Wange. Wenn Martin nicht gerade Hobbybauarbeiter spielt, ist er Student an der Universität für Bodenkultur.

Auch die 13 anderen jungen Leute, die entlang des Flussufers im Schlamm waten, sind Boku-Studenten. Sie haben sich alle freiwillig für das dreckige Praktikum in der Natur gemeldet. Und ungeachtet des schlechten Wetters arbeiten sie fünf Tage lang für ein Ziel: Die 100 Meter Ufer an der Mündung des Altmannsdorfer Grabens in die Liesing sollen ökologisch korrekt zu einer naturnahen Uferböschung umgestaltet werden. Dafür ist zuerst die Betonverbauung der Uferwände weggebaggert worden, danach werden die Ufer mithilfe


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