Einer muss der Novak sein/Bürgerarbeit: "Autoritärer Neoliberalismus"

Politik | aus FALTER 15/00 vom 12.04.2000

Die Idee des "Bürgergelds" oder der "Bürgerarbeit" ist keine Domäne rechtskonservativer Politiker vom Schlage eines Andreas Khol. Konzepte, die unter diesem Namen firmieren, finden sich sowohl auf linker als auch auf neoliberaler Seite. Auch die SPÖ hat über derartige Projekte bereits nachgedacht. Alle gehen von derselben Analyse aus: Die Arbeitsgesellschaft als Lohngesellschaft sei am Ende, Vollbeschäftigung für alle nicht mehr realisierbar. Der theoretische Ausweg: Alternative Beschäftigungsformen sollen jenen, die aus der Erwerbsarbeit herausfallen, soziale Sicherheit bieten.

Im deutschen Sprachraum prägte der Soziologe Ulrich Beck den Begriff "Bürgerarbeit". Er versteht darunter eine Art freiwilligen Hilfsdienst für die Gemeinschaft. Dem Münchner Professor schwebt "ein attraktives Aktivitätszentrum jenseits der Erwerbsarbeit" vor, in dem Menschen aller politischen Orientierungen und Lebenslagen unabhängig vom Zwang der Märkte mitarbeiten. Allerdings hat auch die Beck'sche


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