Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 15/00 vom 12.04.2000

Mein Gott, es ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen! "Die Guten brauchen keine Hilfe, die schlechten verdienen sie nicht", schreibt der trend über Frauenförderung, pardon über "Behindertenhilfe". "Bei gleicher Qualifikation ziehen wir eine Frau vor", ist für das Wirtschaftsmagazin eine "sinnlose Formel" von "peinlicher Jovialität". Der Autor ist selbstverständlich nur aus "Respekt, nicht aus Frauenfeindlichkeit" dieser Meinung. Er meint es also eh nur gut mit den Frauen, sie tun ihm ja sogar "Leid". Na gut, bitte,dann wiederholen wir es eben noch einmal: Bisher wurden bei gleicher Qualifikation Männer vorgezogen, deshalb soll der Spieß nun eine Zeit lang umgedreht werden, bis das Verhältnis ausgeglichen ist. Kapiert? Immerhin: Der Autor hat eine Erklärung dafür, warum er so "ahnungslos" ist. Er sei eben "ein Mann". Weit gefehlt! Es gibt auch Männer, die mitdenken. Helmut A. Gansterer ist schlicht und einfach ignorant. Oder wünscht er sich wirklich nur, wütende Leserinnen "fielen wie Raubtiere über mich her"? Der Gefallen sei ihm hiermit getan.


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