Singing in the Pain

Theater. Die Weihnachtsfeier als Ostereinlage: der Liederabend "Pompes Funebres" am Burgtheater.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 15/00 vom 12.04.2000

Der Erfolg singender Schauspieler ist ein interessantes Phänomen. Offensichtlich kennt die Dankbarkeit des Publikums keine Grenzen, wenn Schauspieler etwas können, was sie per definitionem nicht unbedingt können müssen. Es könnte sich also um eine Art Überraschungseffekt ("Wer hätte das gedacht, dass der/die so gut singen kann?") handeln. Andererseits sind Schauspieler-Liederabende so etwas wie die Weihnachtsfeier eines Theaters: Die Schauspieler freuen sich, einmal "etwas anderes" machen zu dürfen; das Publikum freut sich, dass es im Theater einmal nicht so viel mitdenken muss; alle freuen sich, dass sie sich freuen.

Wie das Burgtheater heute aussähe, wenn nicht Klaus Bachler, sondern der zweite Kandidat, Frank Baumbauer, die Peymann-Nachfolge angetreten hätte, ist eine ebenso reizvolle wie schwierig zu beantwortende Überlegung. Einen Liederabend von Franz Wittenbrink aber hätte es auch in diesem Fall mit ziemlicher Sicherheit gegeben. Die Schauspieler-Liederabende, die der


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