Nüchtern betrachtet: Wie ich mich einmal entschieden habe

Kultur | aus FALTER 15/00 vom 12.04.2000

Ein Erratum ist nachzutragen: Die Namen, die in der vorletzten Ausgabe auf Papiertischtücher geschrieben wurden, stammen nicht von Death-Metal-, sondern von Black-Metal-Bands. Ich weiß nicht, worin der Unterschied besteht, ich weiß nur, dass er mit Sicherheit gewaltig ist. Tex, der mich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht hat, ist ein Gigant des Unterscheidens. Zwar gibt es auch Dinge, die ihm in großem Abstand am Arsch vorbeigehen, ihm also auch keine Meinung abverlangen. Der Rest der Welt aber lässt sich exakt vermessen und beurteilen. Tex trainiert das täglich und also wesentlich öfter als Laufen, das er mittlerweile regelmäßig per Fax absagt, weil er am Vortag eine Band gehört oder bei einer Band mitgegrölt, in jedem Falle aber heftig dem beliebtesten isotonischen Getränk zugesprochen hat. "Kartoffeln, Reis oder Nudeln?", platzt er unvermutet mit einer seiner Tausenden Grundsatzfragen heraus. Laue Kompromissnaturen wie ich pflegen dann mit "Kommt darauf an" zu antworten


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