Der Shrimps-Rosenberger

Neues Lokal. Die Restaurantkette Tokyo eröffnete ein neues Lokal, in dem man sich die Krabbe nach Wunsch zubereiten lassen kann.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 15/00 vom 12.04.2000

Kurz vorher machte hier ein Grieche auf, einer mit Marmorböden, Säulenstümpfen und Tempelfragmenten. Nur kam dieser Las-Vegas-Grieche hinter dem Volkstheater nicht so wahnsinnig gut an, sperrte nach wenigen Monaten wieder zu und überließ Säulen wie Tempel den Asiaten. Konkret den sich dynamisch entwickelnden Tokyo-Restaurants, die von ihrem Stammsitz in der Börsegasse und den zwei extrem erfolgreichen "Running Sushis" zur fixen Größe in Wiens Rohfischverabreichung geworden sind.

Die Idee des neuesten Tokyo ist der "Seafood-Market". Sprich: Man geht zur Vitrine, sieht dort die Krabbe liegen und sagt an, wie man das Tier gerne zubereitet hätte. So weit die Theorie. In Wien musste Linon Yue aber schon bei seinen Fließband-Sushi-Lokalen auf das international gängige System der Bezahlung nach Menge und Farbcode der Tellerchen verzichten, weils die Leute nicht begriffen haben. Und im Seafood-Markt würden die Bestellungen aller Wahrscheinlichkeit nach fast ausschließlich "paniert!"


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