Fast ein Meidlinger Bad

Am Ende: Das Schönbrunner Bad sperrt zu. Weder Schlossverwaltung noch Stadt wollen es weiterführen. Nur Franz Karl, VP-Gemeinderat und Hundekot-Gegner, macht sich für die Rettung des Bades stark.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 15/00 vom 12.04.2000

Franz Karl kämpft wieder. Nachdem der VP-Gemeinderat 1996 seinen Vorsitz in der Wiener Hundekot-Kommission und damit seinen jahrelangen aussichtslosen Kampf gegen Wiens Hundstrümmerln aufgeben musste, hat Karl jetzt ein neues Anliegen, für das es sich zu kämpfen lohnt: Er will das traditionelle Schönbrunner Bad vor dem endgültigen Aus retten. Das einzige Bad der Stadt, wo man bislang legal nachtschwimmen konnte. "Ich persönlich geh mit meinen 57 Jahren ja nicht mehr so oft ins Bad", gibt Karl zu. "Aber ich möchte dieses Bad, das idyllischste der Stadt, für die Wiener erhalten." Schließlich fühlt er sich als Meidlinger VP-Bezirksobmann irgendwie für die Schwimminstitution auf Hietzinger Boden verantwortlich. "Der Eingang liegt ja bei uns im 12. Bezirk, das Bad ist damit fast ein Meidlinger Bad."

Derzeit scheint es kaum mehr eine Chance für das Bad zu geben. Denn nachdem der letzte Betreiber kurz vor dem Konkurs verstorben ist, hat sich kein neuer Pächter mehr gefunden. Auch


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