Los Austriacas

Shopping: Eine Tierfigur, die 15.000 Kilometer in einer Klopapierrolle hinter sich hat, oder einen Teppich aus Mexiko - das Taxco hat eine handverlesene Auswahl.

Wolfgang Paterno | Stadtleben | aus FALTER 15/00 vom 12.04.2000

Hier pfui, dort hui: Martin Kobierski, 38, und Birgit Ranseder, 33, führen seit kurzer Zeit das kleine Geschäft "Taxco". Armbänder, Halsketten, Teppiche, Schnitzereien und Keramik, alles original und aus Mexiko importiert, kann man in dem Lokal kaufen. Hui Mexiko: Mitunter spielen sich in Mexiko-City tumultartige Szenen ab und unter den Händlern und Geschäftsleuten herrscht ein großes Olala, wenn Bonze Kobierski ein Polaroid-Foto des knapp 20 Quadratmeter großen Geschäfts herzeigt. So viel Platz! Einen separaten Eingang! Eine eigene Straßenbahnlinie direkt vor der Haustür! Pfui Wien: Hier werden die beiden hin und wieder des puren Terrorismus bezichtigt: Allzu gutmenschlich Gesinnte mit Sondermission Dritte Welt sehen im Geschäftsgebaren des Taxco den finalen Ausverkauf Mexikos.

"Natürlich ist es auch ein Ausverkauf", sagt Kobierski, der einige Jahre lang als Plattenverkäufer gewerkelt hat. "Aber ich kaufe nur dort, wo es den Leuten nützt." Genug der Politik. Viermal pro Jahr

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