Der Himmel über der Krim

Musik. Hansi Lang, ein Wiener Held der Achtzigerjahre, feiert in der "F@lco"-Show ein Comeback. Die Geschichte des Mannes, der durch die Hölle ging und nie gelernt hat, wie man Leben spielt.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 16/00 vom 19.04.2000

Ich renne aus dem Bild Ich hab genug davon Rahmen machen wild Wer will das schon Hansi Lang: "Ich spiele Leben" (1982) Hansi Lang geht derzeit jeden Abend zur Beichte. Die Rolle, die er in Paulus Mankers Ronacher-Inszenierung "F@lco - A Cyber Show" spielt, heißt zwar Citizen Kain, aber das ist nur eine sehr oberflächliche Camouflage. Der Mann, der da im Rollstuhl auf die Bühne fährt, ist niemand anderer als Hansi Lang selbst, und er spricht über sich und sein Verhältnis zu Hans Hölzel alias Falco. "Er war nicht mein Freund, aber er wollte immer was von mir. I waß net, was." Den Rollstuhl, sagt Citizen Kain alias Hansi Lang, habe er sich mit seinen eigenen Händen erarbeitet; zehn Jahre seines Lebens steckten da drinnen.

Dann steht er auf und singt "Ganz Wien", Falcos zynische Hymne auf die Wiener Drogen-Society in den frühen Achtzigerjahren. Viele Falco-Fans im Publikum, besonders die jüngeren, verstehen den bitteren Witz vermutlich gar nicht, der ihnen


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