Betreten verboten

Museumsquartier: Die Zukunft von Institutionen wie Depot oder public netbase ist gefährdet. Die Mietverträge mit den "Drittnutzern" wurden gekündigt.


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 16/00 vom 19.04.2000

Die Tür des Depot-Cafes geht auf, und eine Staubwolke zieht herein. Im Zehnminutentakt fährt ein LKW vorbei. Unabhängige Kulturinitiativen wie das Depot oder die public netbase sind gegenwärtig nicht nur von der Abrissbirne bedroht, sondern auch von der Aufkündigung ihres befristeten Mietvertrags durch die Museumsquartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft. Das Depot ist im Fischer-von-Erlach-Trakt untergebracht, jenem Gebäude, in dem sich die meisten der bisher unverplanten Flächen befinden. Ein so genanntes Zukunftslaboratorium, Arbeitstitel "Quartier 21", könnte hier ebenso entstehen wie der Herzenswunsch des Direktors des Kunsthistorischen Museums, Wilfried Seipel, in Erfüllung gehen: ein Museum für Fritz Wotruba. Das Depot, die basis wien und die public netbase müssen im April 2001 raus, der Redaktionsraum der Zeitschrift springerin und der Verein für Museumsfreunde schon jetzt.

Die Aufkündigung des so genannten Prekariums stellt die Fortsetzung des Betriebs im Depot

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