Micro-Scooter: Trittbrettfahrer

Stadtleben | Eva Weissenberger | aus FALTER 16/00 vom 19.04.2000

Pflastersteine sind eigentlich nicht geeignet, dort ist es zu holprig und ungemütlich. Trotzdem will es der korpulente Arbeiterkämmerer unbedingt einmal ausprobieren. Das Brett biegt sich zwar zuerst gefährlich durch, dann dreht der Herr im Anzug aber ein paar flotte Runden am Rudolf-Sallinger-Platz. 6000 Österreicher konnten bisher einen Micro-Scooter ergattern - die Tretroller sind zwischenzeitlich immer wieder ausverkauft. Zum Selberfahren kommen sie aber eher selten. "In Zeiten wie diesen gibt es eben viele Trittbrettfahrer", sagt Roller-Besitzer Andy Orel, als er später durch den Stadtpark kurvt.

Das neue Fortbewegungsmittel sieht aus wie ein Skateboard mit Lenkstange, nur dass es vorne und hinten nur jeweils ein Rad hat. Das macht die neuen Roller schmal und wendig, sodass man elegant zwischen Passanten durchflitzen kann. Vergeht einem die Lust, kann man den 2,7-Kilo-Roller zusammenklappen und in den Rucksack stecken. Das ist der unschlagbare Vorteil gegenüber dem Fahrrad: Man


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