Auf der Gstätten

Stadtplanung: Die Aspanggründe, auf denen ein moderner Stadtteil entstehen soll, sind jetzt nur eine Gstätten. Lois Weinberger, Künstler und Brachlandexperte, erkundet diese Wildnis inmitten der Stadt.

Matthias Dusini und Julia Ortner | Stadtleben | aus FALTER 16/00 vom 19.04.2000

Richtig süchtig nach Autogasen." Und froh, nach 40 Jahren auf dem elterlichen Bauernhof in einer städtischen Umgebung zu leben: Doch der Tiroler Künstler Lois Weinberger ist auch der Natur nicht abgeneigt. Er verwendet Pflanzen und Erde als Rohstoff für seine Arbeiten. Und Gstättenexperte ist er auch: Er untersucht Orte, an denen die Stadt aufhört und das Brachland beginnt.

In Sao Paolo, Kassel und Ost-Berlin hat er Gstätten erforscht. Orte wie die derzeit noch brachliegenden Aspanggründe im dritten Bezirk. Eine Gstätten, die sich Weinberger anlässlich seiner aktuellen Ausstellung im Zwanzigerhaus nicht entgehen lassen will. Auf dem Spaziergang vom Museum zu den Aspanggründen philosophiert Weinberger im Schweizer Garten über "Österreichs größte Volkskultur", die Schrebergärten. Er selbst lebte elf Jahre an der Alten Donau, im Reich der Kleingartenkolonialisten mit Vereinsnamen wie "Franz-Josefsland" und "Neu-Florida". "Wenn irgendein von mir gehegtes Unkraut sich zufällig

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