Vorbei am Torwächter

Internet und Politik. Die Politologen Claus Leggewie und Christoph Bieber über die Gefahr einer Kolonialisierung und die Möglichkeit neuer Formen von Politik in den neuen Medien

Medien | Klaus Taschwer, Armin Thurnher | aus FALTER 17/00 vom 26.04.2000

Die außerparlamentarische Opposition gegen die schwarz-blaue Regierung organisiert sich in Österreich auch und vor allem über die neuen Medien: SMS, Mailinglisten und Homepages informieren über die neuesten Protestaktivitäten. Formiert sich da eine neue Form politischer Praxis? Oder sind diese neuen Medien eben doch auch nur Medien, Mittel zum Zweck? Wer, wenn nicht Claus Leggewie und Christoph Bieber, könnte Antworten auf diese Fragen geben. Leggewie, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Gießen und zurzeit Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, hat sich hierzulande als einer der Ersten seines Fachs mit dem politischen Potenzial des Internets beschäftigt; Christoph Bieber ist nicht nur Assistent an Leggewies Institut, sondern auch beim Internet-Forum "politik-digital"(www.politik-digital.de) fürs Content-Engineering zuständig.

Falter: Herr Leggewie, Sie haben vor mittlerweile drei Jahren recht euphorisch über den "Netizen" als das neue Ideal des politisch wohlinformierten


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